Es war nie mein Ziel in die Politik zu gehen, denn das Denken und Handeln von Politikern und Politikerinnen war meiner Meinung nach zu kurzsichtig, auf den eigenen Vorteil bedacht und stark parteipolitisch motiviert. Als mir angeboten wurde bei der Nationalratswahl zu kandidieren, war ich anfangs sehr skeptisch. Einerseits wollte ich kein Teil eines politischen Systems sein, das ich stark kritisierte. Andererseits braucht es gerade dort Veränderung und frischen Wind. Ich habe diese Herausforderung mit viel Motivation und Tatkraft angenommen und bin nun seit November 2017 Nationalratsabgeordnete. Nun habe ich die Möglichkeit etwas von innen heraus zu verändern, die politische Kultur in unserem Land ein Stück weit zu verbessern. Ich möchte mit den Menschen in den Dialog treten und ihre Anliegen in das Parlament tragen. Ich möchte den Menschen Mut machen, sich selbst zu engagieren. Im Mittelpunkt meiner politischen Tätigkeit soll das stehen, das mir bei vielen anderen PolitikerInnen gefehlt hat: Zukunftsorientierung und Chancengerechtigkeit. Dabei möchte ich über Partei- und Ländergrenzen hinweg Allianzen schmieden.

Als Sprecherin für Bildung, Digitalisierung und Gleichstellung darf ich drei Themenbereiche vertreten, welche für die Zukunft unseres Landes wegweisend sind.

Die österreichische Bildungspolitik soll so gestaltet sein, dass der Bildungsweg von Kindern nicht abhängig vom Kontostand ihrer Eltern ist, sondern abhängig von ihren Interessen und Fähigkeiten. Das verkrustete und bürokratische Schulsystem braucht wieder mehr Bewegungsspielraum für Schulen und LehrerInnen und digitale Hilfsmittel sollen so eingesetzt werden, dass die Kinder sich in einem digitalen Zeitalter selbstbewusst zurechtfinden.

Österreich muss endlich im Zeitalter der Digitalisierung ankommen. Das ist nicht nur für unsere Wirtschaft von großer Bedeutung, sondern auch für alle Menschen in Österreich. Die Digitalisierung muss so gestaltet sein, dass alle BürgerInnen davon profitieren und nicht nur einige wenige.

Geschlecht, Sexualität, Herkunft, Religion oder Behinderung dürfen sich nicht negativ auf die Chancen einer Person auswirken. Alle rechtlichen Diskriminierungen müssen abgeschafft werden, Nachteile müssen ausgeglichen werden und die Bevölkerung soll für die Situation von benachteiligten Gruppen sensibilisiert werden.

Dafür setze ich in meiner täglichen Arbeit ein.